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Ur- und Frühgeschichte
Die Geschichte des Ortes beginnt im 6.
Jahrhundert. Davon zeugen die Gräberfunde auf dem Wyler, unweit
der Pfarrkirche, wo man die nachweislich ältesten Reste von
Skeletten, ein kleines Eisenmesser, einige Fragmente und eine Gürtelschnalle
aus Eisen entdeckte. Weitere Funde, Armbänder aus Bronze, wurden
in der Nähe des Dorfes gemacht. Ob die Siedlung schon früher
bestanden haben könnte, kann nicht bewiesen werden. Bekannt
ist, dass die Gegend von Raron, Leuk, Siders und Sitten im 5. Jahrhundert
vor Christus vom Volksstamm der Daliterner bewohnt gewesen war.
Die Bewohner sprachen ligurisch und man vermutet, dass die Namen
wie etwa Rotten, Leuk, Dala, Raron und Visp aus dieser Epoche stammen.
Der Name Feschel könnte aus dem
ligurischen Wort Ves, was übersetzt Hügel oder Berg bedeutet,
entstanden sein. Das Dorf selbst befindet sich auf einem Hügel
und das Gemeindewappen weist, nach dem Namen, auf einen Bergweg
hin. Auch wird in einem Akt von 1701 statt Feschel, Veschellen,
geschrieben. Das Volk der Daliterner selbst war klein von Gestalt,
aber stark wie wilde Tiere und lebte von der Jagd. Ungefähr im 2.
Jahrhundert vor Christus wurde dieses Volk dann durch die Kelten
verdrängt. Die Kelten kannten bereits das Eisen. Ihre Anwesenheit
in der Region Leuk konnte anhand zahlreicher Fundgegenstände
nachgewiesen werden.
Aus den Satzungen der Burgschaft
Am 8. Januar 1535 versammelten sich auf
dem Platz der Kapelle von Feschel die Männer von Feschel und
Guttet, um ein Statut aufzustellen. Das Statut enthielt vier Punkte.
Man stellte einen Friedensrichter auf, um allfällige Streitigkeiten
zu regeln und versuchte bereits früher, der Abwanderung entgegenzuwirken:
Man regelte, dass jeder 10 Schilling zu bezahlen hatte, der all
seine Güter verkaufte. Wenn eine Frau oder eine Tochter auswärts
heiratete, musste sie 3 Pfund bezahlen. Ausserdem wurde unter Strafe
verboten, einander auswärts zu verklagen. Weitere wichtige
Verordnungen folgten in zeitlich unterschiedlichen Abständen.
Erstaunlicherweise ist vieles von dem, was im Statut von 1669 steht,
noch heute in Reglementen oder Gewohnheitsrechten enthalten.
Sehenswerte Objekte
Die Antoniuskapelle mit Barockaltar,
das Museum, das Burgerhaus mit der historischen Zehndenfahne von
Leuk, das Backhaus ua.
Quelle: Feschel und seine
Geschichte, Remo Kuonen
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Ur- und Frühgeschichte
Guttet scheint die historische Zwillingsgemeinde von
Feschel zu sein. Das früheste Dokument stammt vom 23. November
1322. Für die Geschichte scheinen die Wasserquellen, die im
Dorfe selbst zu finden sind, eine sehr wesentliche Rolle zu spielen.
Es gibt Überlieferungen, nach denen vermutet werden kann, dass
sich die ersten Bewohner rund 10 Gehminuten oberhalb des heutigen
Dorfes, in den sogenannten "Spien", niedergelassen haben. Die Jäger
stiegen in den Ort, genannt Birri (heute: Weg vom Gemeindehaus zum
Rhoneblick), hinab, um dort den Tieren aufzulauern und sie zu erlegen,
als diese aus dem Walde herkommend zur Tränke gingen. Auf der
Birri wurden kleine Jagdhütten gebaut. Als die Jagd an Bedeutung
verlor, entwickelte sich allmählich das Dorf Guttet. Auf der
Suche nach der Entstehung des Ortsnamens Guttet findet man in alten
Akten des Archives den Familiennamen eines Vertreters aus Spien,
der Gottet (abgeleitet aus dem Wort "Gott") genannt wird. Es scheint
nahezuliegen, dass die ersten Einwohner der Gemeinde der Familie
Gottet entstammten. In der Folge muss der o mit u ausgetauscht worden
sein und der Name Guttet für die neue Siedlung entstanden sein.
Satzungen
Ein Pergament-Papier vom 25. Januar 1520
regelt das allernötigste einer Dorfgemeinschaft in 10 Punkten.
Darunter wird verboten, Holz im Bannwald ohne Erlaubnis der Gemeinde
zu fällen, und Chris und Holz daraus zu führen. Ebenso
wird es Unehelichen untersagt, Gemeindegüter zu nutzen. Spätere
Regelungen widmeten sich der Wassernutzung, der Benützung des
Backhauses und des Weidgangs. Immer wieder zu Diskussionen Anlass
gab die Anerkennung des Burgerrechts.
Das Dorfwappen
Das Gemeindewappen wurde in der ersten
Hälfte dieses Jahrhunderts geschaffen. Es zeigt den heiligen
Wendelin, den Kirchen- und Kapellenpatron, sowie Patron der Bauern.
Er trägt auf seiner linken Hand ein weisses Lamm und in seiner
rechten einen goldenen Krummstab.
Historische Bauten
Die Kirche, gewidmet dem hl. Wendelin,
das Gemeinde- und Burgerhaus, das Pfründhaus (altes Schulhaus),
das Backhaus u.a.
Quelle: Guttet und seine Geschichte,
Remo Kuonen
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