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Irgendwo im Niemandsland zwischen
deutschem und welschem Wallis scheinen die Dörfer der Leuker Sonnenberge
zu liegen. Wohl kennt man ihre Namen, wohl hat man schon von ihrem
zähen Ringen um eine gesunde und gesicherte Existenzgrundlage gehört,
doch sie waren zu lange abgeschlossen, liegen Deutsehen und Welschen
zu stark abseits, als dass man sie wirklich kennen würde. Am nächsten
Wochenende aber sollen sie, für die Freunde der Ahnenmusik wenigstens,
zum Treffpunkt werden: Die Sektion «Leuker Sonnenberge»
führt in Feschel und Guttet das 29. Oberwalliser Tambouren- und Pfeiferfest
durch. Das Fest und die Dörfer vorzustellen, war Zweck einer Pressekonferenz,
zu der die Organisatoren am Montag einluden.
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Verspätet,
doch nicht hoffnungslos
Lange lebten
die Einwohner von Guttet und Feschel- ohne das, was man heute als
lebensnotwendig erachtet: Der erste Tele-phonanschluss wurde erst
1919 gebaut, die Verbindungsstrasse erreichte die Dörfer erst 1,948.
Bis dahin mussten Material, Güter und Post zu FUSS oder mit Mauleseln
in die Berge geschafft werden. Bis in den Jahren 1956/57 die Trinkwasserversorgung
abgeschlossen wurde, mussten die Leute in Guttet mit drei Brunnen
auskommen, und wenige unserer Ge- gend mussten länger auf den Strom
warten| als sie. Und wenn in neuerer Zeit die Er-schliessung auf
mannigfache Weise trotz der anscheinend rettungslos verspäteten
Entwicklung vorangetrieben wird, so ist das sicher nicht blosser
Zweckoptimismus, nicht nur sprichwörtlicher Durchhaltewillen, es
ist auch Weitsicht und die Fähigkeit, Möglichkeiten auszunutzen.
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Der wohlversehene Fähnrich der Sektion "Leuker
Sonnenberge"
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Ein Platz
an der Sonne
Der Anschluss
an Gemeinden zeitgemässer Prägung ist im vollen Gange: Es gibt bereits
Hotelbetten und Dutzende von Ferienwohnungen, die Alpe wird bald
erschlossen sein, ein neues Pfarrhaus ist bereits gebaut. Vieles
ist bereits verwirklicht, bedeutend mehr aber im Stadium der Projektierung
oder doch wenigstens des Studiums: Kanalisation, Schulhaus und Friedhof,
Gondelbahn und Verbindungen zu anderen Dörfern. Vieles kann nur
durch Zusammenarbeit oder gar Zusammenschluss der Gemeinden verwirklicht
werden. Die Idee
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eines Zusammenschlusses ist freilich viel schneller gedacht als
ausgeführt. Doch trotz allem scheint es möglich, dass die Leuker
Sonnenberge in den nächsten Jahren auch einen Platz an der Sonne
im übertragenen Sinn erobern können.
Das sind
also die Leute, die am nächsten Wochenende Grossbesuch erwarten
und erhoffen, und mit Grund: Programm und Unterhaltung, Arbeit und
Investition sind, wie die Pressekonferenz gezeigt hat, nicht nur
gross, sondern auch gut.
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Grosser
Unterhaltungsabend
in Sicht
Guttet-Feschel.
Am Vorabend des 29. Oberwalliser Tambouren- und Pfeiferfestes
führt die Sektion «Leuker-Sonnenberge» am 12.
Juli einen Unterhaltungsabend durch, der für ein Bergdorf sicher
einmalig ist. Aussergewöhnlich daran ist die Verpflichtung namhafter
Künstler, ausser-gewöhnlich aber auch das Festzelt, das über tausend
Zuschauern Platz bietet.
Bemerkenswertes
Können verlangen die Darbietungen des Balanceartisten Carelo und
der Akrobaten The Catoons. Die grossen Stimmungsmacher aber sind
The five friends, ein Show-Quintett mit den humorvollsten musikalischen
Produktionen.
Aber auch
für Liebhaber des Volkstümlichen wird gesorgt. Der Jodelklub Naters
sowie das Glockenspiel Burgener bedürfen keiner weitern Vorstellung.
Für die Leitung zeichnet Schnydrig W. verantwortlich, während die
Tanzkapelle Fan Boy den Ausklang des Abends übernimmt.
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