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Guttet.
Von einem verlorenen Bergdorf war an der 1. Heimattagung
und am Dorffest in Guttet, Wiler und Grächmat-ten am letzten Wochenende
nichts zu spüren. Dafür sorgte ein Angebot, das sich nicht mit der
Erstellung von Gelegenheitsbars erstreckte. Das Organisationskomitee
wusste Kultur, Geschichte und Unterhaltung zu verbinden. Und dies
alles erst noch zu einem guten Zweck, ging doch der Erlös des Festes
an die Restauration der Wendelinskirche, die über dem alten Dorf
in neuem Weiss erstrahlt.
Wer hätte
gedacht, dass Guttet eines Tages einen Orientierungsplan herausgeben
musste. Ein Plan, der die Auswärtigen und Einheimischen von der
Gal-mihitta zum Rischlu-Loch, vom Kinderparadies zum Flohmarkt,
an der Champagner-Bar vorbei ins Backhaus fuhrt. Und dort wurde
schliesslich noch ein Videofilm übers Dorf gezeigt. *
Die mit
Tannenzweigen geschmückten Hütten brachten das Gespräch bald einmal
auf alte Frevlergeschichten aus den Zeiten, als das Holzsammeln
im Wald noch eine zentrale Aufga-
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be war.
Die Festkarten mit den Bildern der Alpungen wurden von der älteren
Generation für die Tischnachbarn kommentiert. An einem Festtag liess
es sich leicht über die harten Arbeitsbedingungen früherer Tage
reden.
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Die Gemeindepräsidentin
Beat-rice Meichtry schenkte den Ehrengästen den Wein gleich selbst
ein Wahlpropaganda sei dies nicht, schon eher die Freude,
soviel Gäste empfangen zu können. Die stattliche Zahl der alten
und amtierenden Ratsmitglieder, angeführt durch den Regierungsstatthalter
Joseph Gottet aus Varen und den Landeshauptmann Hermann Fux, liess
sich gern verwöhnen. Sie steuerten aber auch manchen Gesprächsstoff
über Wintersicherheit von Strassen und Impulsen aus dem Regionalzentrum
bei. Doch die Stunden waren dem freundnachbarlichen
Zusammensein
gewidmet.
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Steil
bergan maschierte und spielte am Sonntag nachmittag bei fröhlichem
Föhnwetter der bunte Festumzug. Für manchen Buben war es eine Einführung
ins Brotbacken auf dem Traktoranhänger, für manches Mädchen am Umzug
eine Einführung ins Rebwerk. Die Feuerwehr lernte das störrische
Wesen der Pferde kennen, die vor den alten Spritzwagen geschirrt
wurden. Und schliesslich war
der Festumzug für diesen und
jenen Besucher, der zum erstenmal nach Guttet gekommen war, eine lebendige
Visitenkarte, and |